„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (Cicero) Wer sind wir Österreicher? Welche Assoziationen und Emotionen bestimmen unsere Identität? Welche Gedenkfeiern und Denkmäler, welche Mythen und Rituale, welche materiellen und ideellen Erinnerungsorte bilden zusammen das Netz des kollektiven Gedächtnisses der „österreichischen Nation“? Johannes Sachslehner lässt in „Schicksalsorte Österreichs“ Geschichte und Erinnerung lebendig werden. Denn das Erbe der Vergangenheit kristallisiert sich an Gedächtnisorten. Sie sind Meilensteine, die untrennbar mit den Ereignissen verbunden sind, die das Schicksal des Landes maßgeblich beeinflussten und bis heute das kollektive Gedächtnis bestimmen. Sie sind Teil unserer nationalen Identität. Und haben große Bedeutung für unser Bewusstsein, einer „Schicksalsgemeinschaft“ anzugehören. Einer Gemeinschaft, deren mehr als tausendjährige Geschichte reich an Erinnerungen ist. Reich an „Erinnerungsräumen“: Von Dürnstein über den Kahlenberg, das Schlachtfeld von Aspern, Jedenspeigen, Bergisel und das Schloss Mayerling bis zur Kaiservilla in Bad Ischl, dem Schloss Schönbrunn und Mauthausen. Diese spannungsreichen, aufregenden Begegnungen mit der Vergangenheit geben Anstoß zu einer kritischen Erinnerungskultur und lebendigem Geschichtsbewusstsein. Und leisten einen wertvollen Beitrag zur Topographie österreichischer Erinnerungen und zu den Kristallisationspunkten des kollektiven Gedächtnisses.